Kaffee, Kornspitz und Google Analytics – Teil I
Web-Analyse mittels Google Analytics erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Nicht nur weil es vollkommen kostenlos ist, sonder auch weil es sich um ein extrem leistungsfähiges Tool handelt! Ich möchte in diesem Beitrag auf jene Funktionen eingehen, die eine schnelle und einfache Übersicht über den aktuellen Status einer Website ermöglichen.
Hauptsächlich gedacht für Leser die bereits mit „GA“ zu tun hatten, bisher jedoch keine Zeit fanden sich damit intensiver zu beschäftigen. Und natürlich für alle, die den Einsatz von Analytics in Erwägung ziehen – quasi als Entscheidungshilfe.
Eines vorweg: Ich kratze hier nur an der Oberfläche. Die einzelnen Features werden kurz angeschnitten um das Wesentliche zu transportieren. In einem kommenden Beitrag werde ich dann die interessantesten bzw. nützlichsten Tipps und Tricks vorstellen.
Das Dashboard
Schaltzentrale und Herzstück von Google Analytics. Es funktioniert ähnlich wie ein schwarzes Brett. Welche Berichte auch immer – egal ob Keywords, Suchmaschinen, meistbesuchte Inhalte, eCommerce Auswertung, Herkunftsländer, oder Besucher-Segmentierung – alles kann frei konfiguriert werden.
Beim Einstieg in Analytics bekommt man so schnell einen Gesamtüberblick über alle wichtigen Daten ohne sich erst umständlich durch Menüs klicken zu müssen. Das erleichtert z.B. meine allmorgendliche Tätigkeit ungemein: Der tägliche Check aller Kunden-Websites bei einem Pott Kaffee ;-).
Benutzerdefinierte Berichte
Mit Analytics kann man praktisch jeden beliebigen Bericht erstellen. Daraus ergibt sich eine Fülle von Möglichkeiten.
Sie möchten wissen welche Keywords oder welche Seiten Conversions generieren? Kein Problem! Analytics bietet die Möglichkeit, gewünschte Berichte einfach und schnell „im Eigenbau“ herzustellen.
Man muss lediglich die gewünschten Messdaten (z.B. die Ziele einer Website) mit einer „Dimension“ (Keywords, Suchmaschinen, etc.) per „Drag and Drop“ verknüpfen. Man speichert den Bericht und klebt ihn an am Dashboard fest. Einfacher geht’s nicht!
Hier ein Beispiel:
Das Schöne dabei: Analytics bietet die Freiheit mit den gesammelten Daten praktisch alles anzustellen. Die Flexibilität ist fast grenzenlos!
Anonymes Benchmarking
Mit dieser Funktion lassen sich die Eckdaten einer Website mit jener anderen Sites auf der ganzen Welt vergleichen.
Damit der Benchmark aussagekräftig bleibt, wird in drei Kategorien unterteilt:
kleine, mittlere und große Websites
So wird ein Vergleich mit Websites ähnlicher Größe sichergestellt. Derzeit sind im Benchmarking sechs Größen enthalten:
Zugriffe, Absprungrate, Seitenzugriffe, durchschnittliche Besucherzeit, Seiten/ Zugriff, neue Zugriffe
Damit auch die inhaltliche Vergleichbarkeit gewährleistet ist, gibt es eine Kategorie-Auswahl. Hier legt man das Thema der Website fest. Aktuell stehen knapp 500 verschiedene Kategorien zur Auswahl – von A wie „Abenteuerreisen“ bis Z wie „Zeitungen“.
Automatisches Reporting
Eine sehr komfortable Möglichkeit sich regelmäßig Berichte via e-Mail schicken zu lassen. Als Formate stehen PDF, XML, CSV und TSV zur Auswahl. Der Versand kann täglich, wöchentlich, monatlich oder vierteljährlich erfolgen – an jede beliebige e-Mail Adresse. Man kann sich jede Auswertung einzeln schicken lassen (je nachdem was interessiert), oder aber mehrere zusammen als Dashboard-Bericht.
E-Commerce-Messung
Jeder Transaktion (Bestellung, Buchung) können bestimmte Werte bzgl. Art der Transaktion (Gesamtpreis, Steuer, Versandkosten, Versandadresse, usw.) sowie Details zum einzelnen Produkt zugewiesen werden (Artikelname, ID, Kategorie, Einzelpreis, Anzahl, usw.).
Die Auswertung liefert also nicht nur die bloße Anzahl der Transaktionen, sondern macht u.a. auch detaillierte Angaben zu Umsätzen und der „Performance“ einzelner Produkte und Kategorien.
In der Produktübersicht können die Bestellungen auch nach unterschiedlichen Dimensionen aufgeschlüsselt werden. So lässt sich beispielsweise herausfinden, welche Suchmaschinen für ein bestimmtes Produkt wie viele Bestellungen generiert haben, oder in welcher Region besonders hohe Umsätze erzielt wurden. Mit diesen Informationen lassen sich Marketingbudgets effektiver einsetzen.
Event-Tracking
Was auch auf der Website geschieht, mit Analytics ist es erfassbar. Angefangen von Klicks auf externe Links, e-Mail Adressen, Downloads oder interaktiven Elementen wie z.B. Video-Playern (start, stopp).
Für Seiten wie Tourismusregionen ist dies vor allem interessant zur Erfassung von Hotelführern (Klicks auf Hotel-Websites, eMail-Adressen, usw.).
Und auch als erweiterte Zielmessung (ähnlich der E-Commerce-Messung) ist dieses Feature einsetzbar. Auch hier kann man Aktionen (z.B. Anfragen) bestimmte Werte zuweisen wie etwa Kategorie (z.B. Anfragen) und Name des Betriebes (Hotel Sowieso) usw..
Wir setzten das Event-Tracking momentan auf der Plattform www.Skitest.net zur Auswertung des integrierten Hotelführers und der Erfassung von Klicks auf Werbepartner ein.
Im nächsten Teil werde ich auf folgende Features eingehen:
- Ziel-Analysen mit Trichter-Visualisierung
- Besucher-Segmentierung
- Vergleich von Zeiträumen
- Kampagnen-Messung
- Google Adwords Integration
- Nutzer-Management
- … und eventuell fällt mir noch was ein ;-)
Also bleiben Sie dran!
Schlagworte: automatisches Reporting, Benutzerdefinierte Berichte, Besucherstatistik, E-Commerce Tracking, Ereignis-Tracking, Event-Tracking, GA, Google Analytics, Online Statistik, Web Analytics, Web Statistik, Webanalyse, Website Benchmarking, Webstatistik, Zugriffsstatistik
Peter Wetzlmaier, am 19.06.09