Google empfiehlt “Reputation Management”

Sich selbst und andere googeln ist total „in“. Wo doch zig Millionen (naive) Nutzer auf Social Media Plattformen wie Facebook und MySpace bereitwillig jede Peinlichkeit von nächtlichen Streifzügen hochladen … kann dies durchaus amüsant sein ;-). Was unter Freunden in die Rubrik „Gaudi“ eingeordnet wird, kann auch unerwartet negative Auswirkungen haben.

Google hat nun Vorschläge für aktives, persönliches Reputations-Management im Internet herausgegeben. Wohl auch mit dem Hintergedanken den Nutzern klar zu machen, dass man nicht der alleinige Herr des Internets ist. Jeder trägt selbst die Verantwortung lautet die Devise!

Namen „googeln“ ist inzwischen nicht nur von privatem Interesse. Viele Firmen konsultieren vor Bewerbungsgesprächen gerne mal Suchmaschinen und Social Media Plattformen um eventuell private Details über Jobsuchende herauszufinden. Was dabei raus kommt ist oft nicht nur peinlich sondern kann unter Umständen sogar den erhofften Arbeitsplatz kosten.

Und so bekommt Google wahrscheinlich täglich abertausende Emails von Leuten, die sich über unvorteilhafte Inhalte (in Form von Bildern, Berichten, Forenbeiträgen usw.) in den Suchergebnissen beschweren und um Löschung bitten… ohne zu wissen, dass eine Löschung bei Google ohnehin sinnlos wäre. Ein Ausschluss ist kein effektives Mittel um Zugriff zu verhindern. Inhalte sind nicht weg, nur weil sie in Google nicht mehr aufzufinden sind! Suchmaschinen „veröffentlichen“ nur Inhalte, welche sowieso frei zugänglich sind.

Google entfernt in den seltensten Fällen Suchergebnisse aus dem Index – vor allem nicht, wenn es sich um Angelegenheiten von Privatpersonen handelt. Entweder man ist ein Staatsoberhaupt (*g*), oder es handelt sich schlicht um rechtswidrige Inhalte. Ansonsten hat man eigentlich keine Chance.

Was also tun um unerwünschte Inhalte zu vermeiden bzw. deren Einfluss so gering wie möglich zu halten?

Selber darauf achten welche Informationen man von sich veröffentlicht!

Nur weil eine Information zum Kontext der Website passt auf der sie publiziert wurde heißt das nicht, dass diese nicht kopiert und anderswo (aus dem Zusammenhang gerissen) veröffentlicht werden kann.

Das Übel an der Wurzel bekämpfen

Fand bereits eine unerwünschte Veröffentlichung statt und erscheinen diese Inhalte in den Google Ergebnissen, so ist es das Beste sich direkt an jene Website zu wenden wo die Inhalt zu finden sind. Vorausgesetzt natürlich, man ist nicht sowieso der Besitzer der Website oder hat die Inhalte selbst irgendwo online gestellt. In diesem Fall sollte die Entfernung kein Problem sein. Nach wenigen Wochen verschwinden auch die Google Listungen – automatisch.

Für Eilige empfiehlt sich das sog. Google URL-Removal Tool. Aber wie gesagt: Geht auch ganz von selbst… man muss nur etwas Geduld haben.

Negativem mit Positivem begegnen

Es gibt auch Situationen, wo man praktisch keine Chance hat die Betreiber einer Website zu überreden, unerwünschte Inhalte zu entfernen. Besonders bei Testberichten und Kritiken die aus Sicht des Plattform-Betreibers fair und akkurat sind (bestes Beispiel hierfür: Hotelbewertungen) wirds schwierig. In diesen Fällen gilt es aktiv positive Stimmen zum eigenen Betrieb anzuregen und selbst Positives und Nützliches (das ist das Schlüsselwort hier!) zu publizieren. Je besser diese Inhalte dann zu finden sind, desto weiter hinten landen die negativen Kommentare wodurch deren Einfluss immer weiter abnimmt.

Eine gute Möglichkeit stellt auch das Betreiben von Konten bei Facebook, Twitter, Google usw. dar. Nicht nur, dass diese Seiten für den eigenen Namen oft exzellent gelistet werden, man kann sie auch wunderbar als „Sprachrohr“ für Positives verwenden.

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Peter Wetzlmaier, am 16.10.09

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