(M)Eine erste Woche auf Google+

Profil Google+Montag, letzte Woche: Endlich! Ich kann mich bei Google+ registrieren. Obwohl ich mich schon vor zwei Wochen vormerken ließ, ein paar Einladungen von Bekannten und Freunde bekam, hat mich Google erst heute in die neue Welt von Google+ zugelassen! Die Spannung steigt!

Ich logge mich ein: Das Meiste weiß Google+ ja soundso schon von mir – wahrscheinlich werden viele der Informationen auch  vom bestehenden Google-Profil übernommen – diese sollen aber angeblich mit Ende Juli von Google selbst gelöscht werden. Nachdem ich meine groben Daten ergänzt habe, sauge ich mein Profilbild von Facebook runter und lade es auf Google+ hoch. Schritt 1 ist somit erledigt! Ich bin ein Google+er!

14:47: Meine ersten Gehversuche auf Google+

WOW! Ich teste gleich mal die Standortbestimmung. Und!? Wenige Sekunden später sagt mir das Ergebnis, dass ich angeblich 10 Kilometer von meinem bestehenden Standort sei – schön! Nette Funktion, funktioniert aber nur an mobilen Endgeräten mit GPS.

14:53: Die ersten Kommentare auf mein erstes Post! (Das ist ja fast wie auf Facebook.)

Dienstag: Was ist anders – was ist NEU?

Dienstag ist der große Informationstag! Was sind die bekanntesten Tools von Google+?

Sparks: Das sind die neuen Google Alerts. Hier kann ich meine ganz persönlichen Interessen hinzufügen und werde somit – dank des Google Algorithmuses – mit jenen News und Infos versorgt, die laut Google wichtig für mich sind – und das innerhalb meines Google+-Profils.

Kreise: Gruppen, in die man seine Kontakte sortiert. Die Kreise ähneln mehr der Kontakte auf Twitter als denen auf Facebook. Auf Google+ müssen die Kontakte nicht gegenseitig sein – ich kann auch einfach jemanden „folgen“ ohne dass der- oder diejenige mir „folgen“ muss. Ähnlich wie auf Facebook – nur viel offensichtlicher – kann ich mehrere (Freundes)Kreise anlegen und benennen. So habe ich sofort einen „Business-Kreis“, einen „Freundes-Kreis“, einen „Bekannen-Kreis“ und einen „SMM-Kreis“ – so behalte ich meine Kontakte von Anfang an im Überblick.

Wie auf Twitter sind die Kontakte auf Google+ viel mehr Informationsquelle als soziale Verbindungen – wie sich das auf die allgemeine Nutzung von Google+ auswirken wird bleibt spannend.

Mittwoch: Ich lebe immer noch auf und mit Facebook

google-plus-user

wishuload.de

Ich hab keine Zeit für Google+ -aber wahrscheinlich tut sich eh nichts Dringendes. Weil alle meine Freunde sind schließlich auf Facebook. Auf Google+ sind die meisten (trotz einer bisherigen Useranzahl von 10 Millionen nach nur 14 Tagen) noch nicht.

Donnerstag: Profil und die Sicherheitseinstellungen

Ich werde von Kollegen und meiner Facebook-Pinnwand mit Links zum Thema Google+ überhäuft. Kein Wunder: Das neue Social Network ist in aller Munde. Heute nehme ich mir mein Profil vor. Und oh! Ich bin selbst in ein paar Kreisen von anderen. Alles Socialnomics. Das Gute daran: Ich sehe nun auf einen Blick, was meine Arbeitskollegen und Business-Partner und Mitbewerber so posten auf Google+.

Sicherheit und Datenschutz auf Google+

SicherheitundDatenschutzIch ergänze alles was geht und schau mir mal an, wie es mit den Sicherheitseinstellungen aussieht. Nachdem ich allen (vor allem der jüngeren Generation) immer predige, sie dürfen auf Social Media-Plattformen sein, sollen aber aufpassen, sind für mich auch die Sicherheitseinstellungen sehr relevant.

Profildaten: Unter “Profil bearbeiten” kann man nicht nur sämtliche Daten eintragen, sondern auch festlegen, wer diese im Internet sehen darf.

Kreise: den Einsatzmöglichkeiten für eine bessere Übersichtlichkeit – und natürlich auch, wer welche Posts und Informationen sehen darf, sind hier keine Grenzen gesetzt.

Teilen: Dank der Kreise, kann ich gewisse Informationen und Beiträge mit nur bestimmten Kreisen teilen – das System erinnert an die Freundesgruppen auf Facebook – ist nur offensichtlicher und leichter zu finden. Teilt man seine Informationen auch mit „erweiterten Kreisen“ können nicht nur meine Kontakte alles sehen, sondern auch die Kontakte meiner Kontakte.

Profil in Suchmaschinen: Unter „Über mich“ stellt man ein, ob das Profil in Suchmaschinen auffindbar ist, oder nicht.

Daten sichern: Über das Zahnrad gelange ich zu den Google+-Kontoeinstellungen. Hier kann ich nicht nur zahlreiche Funktionen einstellen und überprüfen, sondern alle meine Google+-Daten herunterladen und lokal sichern.

Fotos: Unter den Google+-Einstellungen (Zahnrad) lege ich fest, wer mich auf Fotos taggen darf und wer nicht.

Blockieren: Nervt mich eine Person, kann ich sie auch auf Google+ blockieren.

Was sonst noch so über Google+ in den letzten Tagen geschrieben wurde:

Freitag: Nur für bestimmte Kreise!? Google+ Beta Version startet elitär

Der Tag der Wahrheit. Das erste Fazit über Google+ wird gezogen!

Es ist fast schon so wie zu den Anfangzeiten bei Facebook. Nur ausgewählte User dürfen mitmachen – zumindest bei der Beta-Version! Macht das den Reiz aus? Welcher Socialnomic ist (oder war) zuerst auf Google+? Und genau das ist auch die Krux an den bestehenden Google+-Usern und Kommentaren. Die Plattform selbst wurde super umgesetzt, mit einem geilen Interface und zahlreichen attraktiven Tools. Aber, ob ­sie wirklich bei der tatsächlichen (Mainstream)- Zielgruppe ankommt, wissen wir noch nicht. Und mal ganz ehrlich – wer von euch ist dabei und kein sogenannter Socialnomic oder Ähnliches (ich freue mich auf eure Kommentare dazu!).

Facebook vs. Google+ oder wer bist du vs. was interessiert dich?

Auf Facebook gibt es schon eine Unternehmensseite zu Google Plus und Mark Zuckerberg selbst hat bereits auf Google Plus sein Konto eingerichtet. Man sieht – beide Social Networks nutzen das andere. Warum auch nicht!?

Ein Satz, gelesen bei Sascha Lobo, hat mich besonders beeindruckt: “Die DNS von Google+ ist nicht aus den sozialen Bedürfnissen eines Jungen erwachsen, sondern intelligent designt. Die Urfrage von Facebook, die jeder Nutzer durch seine Aktivitäten fortwährend beantwortet, lautet: Wer bist Du? Die Urfrage von Google+ lautet: Was interessiert Dich?”

+1 oder Likes – das ist die große Frage!

Meine persönliche Einschätzung: Ich finde Google+ “hübscher” als Facebook. Auf Facebook habe ich (aktuell) jedoch mehr Reichweite. Wie sich das nach Abschluss der Beta-Version verändern wird, wird spannend. Ob Facebook jetzt schon zu groß ist, um noch angegriffen werden zu können, wird sich rausstellen. Wie viele Facebook-User auf Google+ wechseln auch. Ich glaube aber, dass zwei Social Media-Plattformen durchaus parallel am Markt bestehen können – schließlich gibt es ja auch mehr Suchmaschinen. Welche auf Platz 1 landet, hängt dann wohl von den „+1“ oder „likes“ ab!

Sascha Lobo ist der Meinung, dass Google+ darauf angelegt sei, weniger das soziale als das komplette mediale Erlebnis im Netz zu bieten – selbst zusammengestellt. Denn auf Facebook ist man, Google+ macht man sich. Ich bau mir nun also mein Google+ und freue mich, wenn ich bald viele bekannte Gesichter von Facebook dort treffe.

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Ines Eschbacher, am 18.07.11
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Kommentare

  1. (M)Eine erste Woche auf Google+ | Seo Blogs Today

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  2. Holger

    Sehr ausführlicher erfahrungsbericht! Google+ geht einfach in eine andere Richtung als Facebook, hat aber trotzdem einige Parallelen. Vor allem die asynchrone Freunde (folgen) Funktion mit der intuitiven Circle verwaltung gefällt mir besser als Facebook und ist trotzdem praxistauglicher als Twitter. “Die Urfrage von Facebook, die jeder Nutzer durch seine Aktivitäten fortwährend beantwortet, lautet: Wer bist Du? Die Urfrage von Google+ lautet: Was interessiert Dich?” trifft sehr gut! Für mich eignet sich FB (mal abgesehen von den Fanpages) zum connecten mit Freunden. Twitter nutze ich um Infos zu bekommen, die Plattform selber ist allerdings etwas “chaotisch”. Ich bin echt positiv überascht, wie G+ beide Plattformen vereint und besagte Punkte besser umsetzt.

  3. Ines Eschbacher

    Hallo Holger,
    ja, ich bin ähnlicher Meinung wie du. Ich bin gespannt wie es nun weitergeht mit Google+, Facebook und Twitter.
    Nicht ohne Grund bringt auch FB zur Zeit viele Änderungen – die wollen eindeutig dran bleiben! Ich glaub, da wird sich jetzt noch einiges tun.
    Und Google sei es, nach Buzz und Wave, auch vergönnt, dass sie mal eine gute Plattform launchen! Du hast Recht! Das war mal eine positive Überraschung! Danke für deinen Kommentar!

  4. Marc

    Ich selbst habe noch keine Erfahrungen mit Google+ gemacht und bin ein wenig zwiegespalten was das ganze angeht. Dennoch dein Erfahrungsbericht ist sehr interessant und auch ich bin sehr gespannt, wie sich das Ganze noch entwickeln wird und ob es mich vielleicht doch noch überzeugt.

  5. marcus

    Also ich halte mich ja für einen versierten Internet User, aber Google plus ist echt alles andere als intuitiv. Kann mich ja nicht mehr an meine ersten Versuche auf Facebook erinnern, aber das lief irgendwie wie von selbst.

    Auf google+ hab ich es noch nicht mal geschafft eine Homepage ins Profil einzugeben. Dann wollte ich noch schauen, welchen Seiten ich selbst schon ein “plus” gegeben hab, schaff ich auch nicht. Naja man wird ja net jünger…

    Weiss nicht ob das wirklich das “bessere Facebook” wird, ich emfinde es vor allem als das schwierigere Faecbook.

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