Programmierung trifft “SEO”

Seit geraumer Zeit ist Webentwicklern klar: Die Technik bzw. Programmierung hinter einer Website (Source Code) ist integraler Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung (SEO).

Die Annahme, dass Optimierungen später von einer anderen Person, Abteilung oder gar einem anderen Unternehmen erledigt wird und man diesen Faktor bei der Entwicklung des Grundgerüstes vernachlässigen kann, gibt es kaum mehr.

Immerhin kann auch der beste SEO-Experte ohne entsprechende Möglichkeiten keine wirksamen Optimierungen vornehmen. Das Grundgerüst einer Website muss so gestrickt sein, dass Optimierungen einfach und vor allem schnell implementiert werden können.

Daher ist es inzwischen unerlässlich geworden, dass sich jeder Webentwickler mit den Grundzügen der Optimierungen auseinandersetzt: Nur so ist es möglich, das Design der zugrunde liegenden Applikation entsprechend “SEO-ready” zu programmieren.

Wenn man einen Blick in die Open Source Welt wirft, gibt es schon einige CMS (Content Management Systeme) die das Leben der SEO-Pros leichter machen.

Leider ist es aber meist so, dass zuerst Erweiterungen installiert werden müssen, bevor man von “SEO-ready” sprechen kann. Sicherlich liegt der Vorteil an Erweiterungen darin, dass man aus einer Vielzahl solcher Systeme auswählen kann. Auf folgenden drei Grundanforderungen sollte dennoch stets geachtet werden:

  • Korrekte HTTP Statuscodes
  • Anpassung der URL jeder Seite (”Pretty Urls”)
  • Ändern SEO-relevanter HTML-Tags jeder Seite (Title & Descriptions)

Diese Anforderungen sind nicht nur für den statischen Content einer Website wichtig, sondern genauso für dynamischen Content wie beispielsweise beim Tourismus-Klassiker dem Pauschalsystem.

HTTP Statuscodes: Ein wichtiger Punkt, der leider oft vernachlässigt wird. Maschinen bzw. Software prüfen sog. HTTP Statuscodes, um zu erkennen, ob auf der zu öffnenden Seite ein Fehler vorliegt.

Beispiele:

  • 404 = Seite nicht gefunden
  • 200 = alles Okay, die Seite ist erreichbar

Der klassische Fehler in der PHP-Welt: auch bei Datenbankproblemen den Statuscode 200″ zu senden. Dies führt manchmal zu Fehlermeldungen in den Suchergebnissen. Das macht keinen sehr professionellen Eindruck, abgesehen mal von der Zeit, die vergehen muss, bis diese Ergebnisse wieder aus dem Index verschwinden.

Was also tun? Erst sollte die vermeintliche Erreichbarkeit dieser URL abstellgestellt werden – sprich jede Seite bzw. URL die nicht mehr vorhanden ist (oder nie war) gehört mit dem Statuscode “404 – not found” versehen. Damit Google und Co auch wissen “Stop: da stimmt was nicht… diese URL wird nicht gespeichert”.

An sich eine klare Sache, aber im Zuge der Verwendung von mächtigen CMS und den im Source Code vorhandenen Weiterleitungen kommt es sehr oft vor, dass Benutzer zwar eine passende Fehlermeldung, Suchmaschinen andererseits “200 – alles OKAY” erhalten.

Natürlich gibt es auch hier eine Premium-Lösung. Das Erzeugen einer Logdatei aller 404-Fehler und Senden eines Warnhinweises beim Überschreiten einer gewissen Schwelle. Das gibt einem die Möglichkeit zeitnah entsprechende Weiterleitungen (Redirects) zu erstellen wenn die Seite zwar noch existiert und sich nur die URL geändert hat.

Fehler können jeden Tag passieren. Durch entsprechendes Wissen und intelligente Lösungen lassen sie sich aber kontrollieren und eindämmen.

In unserem Fall heißt dies: Bei Datenbank-Problemen werden wir sofort informiert und Benutzer wie Suchmaschinen erhalten die richtigen Meldungen. So können Fehler umgehend beseitigt werden und unerwünschte Listungen landen nicht in Suchmaschinen.

Wie im richtigen Leben: Funktionierende Kommunikation ist alles.

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Gregor Streng, am 17.02.10
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Kommentare

  1. gnarf

    man kanns nicht anders sagen, ihr seid einfach gut! brillianter beitrag (wieder mal) und vielleicht rückt ja der peda jetzt endlich euer wahnsinns eigenbau cms raus ;-)

  2. Peter Greisberger

    Hallo lieber Maxl,

    Ja das rück ich schon raus, dafür baust Du mir ein Haus, da hast jetzt eh Übung! :-)

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